Change Management in einem mittelständischen Dienstleistungsunternehmen

Das Unternehmen

Bei diesem Beratungsbeispiel geht es um ein mittelständisches Unternehmen mit 350 Mitarbeitern. Es ist im Bereich der Erneuerbaren Energien angesiedelt und stellt zudem Sonderanfertigungen in Kleinserien oder Einzelstücken für Kunden aus dem In- und Ausland her.

Die Ausgangssituation

Das Unternehmen wollte die Qualität der Produkte verbessern, den Auftritt in den Produktionsstätten verbessern und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Bereichen verbessern. Die Mitarbeiter sollten das Qualitätsdenken verinnerlichen und den Kontinuierlichen Veränderungsprozess in der Produktion zum Leben erwecken. Zudem sollte ein neues Führungsleitbild den Veränderungsprozess unterstützen. Grundlegend ging es aber auch darum moderne Management-Methoden sinnvoll auf die Unternehmensgröße anzupassen und einzusetzen.

Die Vorgehensweise des mib

Am Anfang stand eine etwa einwöchige Bestandsanalyse in der Verbesserungsbereiche erkannt, benannt und transparent für die Beteiligten gemacht wurden. Eine besondere Herausforderung war die Tatsache, das Unternehmen von einem familiär geprägten Handwerksunternehmen, das mehrfach in der Folgezeit den Besitzer wechselte und zudem in verschiedene Einzelunternehmen aufgeteilt und wieder weiterverkauft wurde, zu einem KMU mit nationalen und internationalen Kunden geworden ist, welches in der heutigen schwierigen Marktsituation und Wirtschaftslage steht.

Die besondere Denkweise in manchen Betrieben: „Das haben wir schon immer so gemacht, warum sollten wir das jetzt anders machen?“ war anfänglich eine Herausforderung die durch viele Gespräche und einen guten Informationsfluss bis ganz nach unten im Unternehmen gemeistert werden konnte. Zudem standen die Mitarbeiter Beratern kritisch gegenüber, da sie schon mehrere Beratungsunternehmen im Hause erlebt hatten, die das Projekt nicht stemmen konnten. Das äußerte sich in Aussagen wie: “Andere Unternehmensberater haben wir in fünf Wochen klein bekommen, das schaffen wir bei Ihnen auch!“ Durch die Erfolge der Veränderungen auch für die Qualität der Arbeitsplätze und durch den systematischen Aufbau von Vertrauen in den Veränderungsprozess, konnte eine Gegenwehr in eine konstruktive Veränderungsbereitschaft umgewandelt werden.

Der Facilitator unterstützte die Mitarbeiter und die Führungskräfte bei der Umsetzung der neuen Methoden und beim Erlernen neuer Denkweisen zum Thema Qualität. Zudem half er den Mitarbeitern die Eigentümerwechsel als Chance zu verstehen und den Führungskräften die für die hohe Belastung notwendigen Führungskompetenzen aufzubauen. Das dafür mit der Führungsmannschaft und ausgewählten Mitarbeitern erarbeitete Führungsleitbild unterstütze den Prozess.

Der erzielte Nutzen und die Ergebnisse

Durch systematische Abarbeitung der identifizierten Bereiche und Aufgaben, durch Vermittlung von Methoden zur Qualität und der Begleitung der Umsetzung, konnte die Qualität deutlich verbessert und die Effizienz und die Produktivität des Unternehmens nachhaltig um über 30% gesteigert werden. Die Lagerbestände wurden zu über einem Drittel abgebaut.